Wir sind das Zentrum für Leberchirurgie am Universitätsklinikum Freiburg

Um Ihnen Hochleistungsmedizin auf internationalem Spitzenniveau anbieten zu können, bedarf es der Koordination verschiedener Spezialisten. Darum heißt es Zentrum: Wir erklären Ihnen wie das funktioniert

Die Leberchirurgie ist zentraler Bestandteil der onkologischen Viszeralchirurgie, einem unserer Schwerpunkte an der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie.

Um eine dauerhaft hohe Behandlungsqualität auf der einen Seite zu sichern und auf der anderen Seite die persönliche Betreuung unserer Patienten nicht zu vernachlässigen, hat sich die Bildung von speziellen Teams als sehr vorteilhaft erwiesen.

Der Zentrumsgedanke spielt dabei eine wichtige Rolle: Er ermöglicht die exakt definierte Koordination aller Beteiligten innerhalb einer festen Struktur. Die Behandlung wird dadurch hochwertiger, die Abläufe effizienter.

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Wir sind stolz darauf, seit September 2014 das erste Referenzzentrum für Chirurgische Erkrankungen der Leber der DGAV in Deutschland zu sein.



hier kommen sie auf die offizielle Seite der DGAV

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Im Zentrum für Leberchirurgie der Universitätsklinik Freiburg sind wir für Sie da

Wie profitiere ich als Patient von einem Zentrum?


Damit die Abläufe für Sie möglichst wenig belastend sind, haben wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Leberchirurgie für Sie beantwortet.


Von zentraler Wichtigkeit ist das Kennenlernen Ihres Behandlungsteams. Die geschieht idealerweise im Rahmen der Sprechstunde. Bitte bringen Sie alle von Ihnen gewünschten Vertrauenspersonen (Familie, Freunde, Bekannte) zu dieser Besprechung mit. Sie allein bestimmen wer über Ihre Erkrankung und Ihre Therapie Informationen erhält. Wir klären daher immer auch gerne alle Fragen die z.B. die Familie eines Patienten oder einer Patientin hat.

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Jeder Leberrundherd sollte dem Chirurgen vorgestellt werden

Grundsätzlich werden die Erkrankungen der Leber in gutartige (benigne) und bösartige (maligne) eingeteilt. Hierbei ist aber noch keine Aussage über die Notwendigkeit oder Möglichkeit der chirurgischen Therapie definiert. Genausowenig wie die Vorstellung gutartige Veränderungen der Leber müssten nie operiert werden unrichtig ist, ist es ebenso falsch anzunehmen, bösartige Erkrankungen der Leber seien mit der Chirurgie nicht sinnvoll zu behandeln oder sogar zu heilen.


Gerade weil die Zahl der unterschiedlichen Lebererkrankungen so hoch ist gilt:


  • Jeder Leberrundherd sollte dem Chirurgen vorgestellt werden. Wenn bei Ihnen bereits eine Diagnose gestellt wurde können Sie hier Informationen erhalten. Nutzen Sie hierzu auch unsere Suchmaske.
  • Falls bei Ihnen eine Lebererkrankung festgestellt wurde, deren genaue „Diagnose“ noch nicht feststeht bitten wir Sie in jedem Fall einen Termin bei uns zu machen.
  • Gerade bei unsicheren Befunden ist die persönliche Beratung unabdingbar.
  • Bitte beachten Sie, dass die Information im Internet nie das persönliche Gespräch mit einem Spezialisten ersetzen kann.


Zögern Sie daher bitte nicht einen Termin bei uns zu vereinbaren.


> Termin jetzt vereinbaren

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Die Operation: Ausnahmesituation für den Patienten - Routine für den Chirurgen

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Jedem behandelnden Chirurgen ist klar, dass eine Operation immer eine Ausnahmesituation für den Patienten darstellt. Umso wichtiger ist es für Sie zu wissen, daß die von uns durchgeführten Operationen von einem spezialisierten Team durchgeführt werden, welches große Erfahrung mitbringt.


Die Techniken der Operation (offen oder minimalinvasiv/laparoskopisch), der nachfolgenden Krankenhausaufenthalt sowie der gegebenenfalls notwendigen Nachsorge werden wir Ihnen ebenfalls auf dieser Seite kurz darlegen.

Persönliche Betreuung und Spitzenmedizin – Wie können wir beides erreichen?

Informationen im Internet können die Sprechstunde nicht ersetzen.

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Bitte beachten Sie, dass eine Internetseite nie ein ärztliches Gespräch und die individuelle Befundsichtung ersetzen kann.


Wir sind daher gerne bereit im Vorfeld einer ambulanten Vorstellung Ihre Befunde zu sichten und ggf. noch notwendige Untersuchungen vorab zu organisieren. Oft ist nicht die am schnellsten verfügbare, sondern die möglichst exakte Untersuchung für Ihre Fragestellung die Beste.


Sollten sie also Fragen zum Ablauf der Diagnostik haben, kontaktieren Sie uns. Wir erklären Ihnen warum Untersuchungen gegebenenfalls ergänzt werden müssen.

Die Checkliste – Hilfe zur Orientierung bei komplexen Befunden

Den Ablauf einer ambulanten Vorstellung, bzw. die für die Behandlungsplanung einer Leberoperation notwendigen Befunde haben wir für Sie als Checkliste zusammengestellt, an der Sie sich orientieren können.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen: Sie sind mit Ihren Fragen nicht alleine!

Da wir über die Jahre eine Vielzahl von Patienten betreuen wissen wir: Sie sind mit Ihren Fragen nicht alleine!


Es gibt eine Reihe von Fragen, die wir Ihnen gerne auch auf diesem Weg beantworten. Falls Sie hier nicht genug Informationen finden, können Sie gerne auch eine Liste mit Ihren individuellen Fragen zu Ihrem Termin mitbringen. Wir wollen, dass die voll umfänglich informiert sind. Unser Team wird stets bemüht sein, all Ihre Fragen so zügig aber auch so exakt wie möglich zu beantworten.

Kann ich auch dann operiert werden, wenn bei mir mehrere Lebermetastasen unter Umständen in beiden Leberlappen vorliegen?


Antwort: Früher galten diese Befunde als inoperabel. Heutzutage jedoch besteht für diese Patienten ebenfalls eine Heilungschance. Allerdings kann es notwendig sein, die Operation zweizeitig, d. h. zunächst die operative Behandlung der einen Seite und dann später die Entfernung der Tumoren auf der Gegenseite durchzuführen.



Gibt es Alternativen zur Operation?


Antwort: Die Operation ist nach wie vor der „Goldstandard der Therapie“ von Lebermetastasen, da die Überlebensdaten der so behandelten Patienten am besten sind. In den letzten Jahren gab es eine Reihe von Entwicklungen von so genannten interventionellen Therapieverfahren, bei denen z.B. Lebertumore „verkocht“ werden. Dieses Verfahren wird ebenfalls am Universitätsklinikum Freiburg angewandt. Allerdings ist zu bedenken, dass sich dieses Verfahren nicht für alle Tumore eignet. Außerdem wird bei diesen Verfahren kein Präparat entnommen, d.h. der Pathologe kann keine Aussage zur Herkunft des Tumors und zum Sicherheitsabstand machen.



Wie funktioniert eine Pfortaderembolisation?


Antwort: Die Pfortaderembolisation wird durch die Ärzte der Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg durchgeführt. Hierbei wird durch die Haut ein Pfortaderast der Leber angestochen und über einen Katheter ein Embolisat (kleine Partikel) in die zu entfernende Leber eingespritzt. Hierdurch wird der zu entfernende Leberteil von der Blutversorgung in größerem Umfang abgeschnitten, was zu einem Wachstumsreiz der zu verbleibenden Restleber führt. Der Eingriff wird unter stationären Bedingungen durchgeführt. In aller Regel können Sie nach 1 bis 2 Tagen das Krankenhaus verlassen. Nach 2 Wochen wird eine erneute Computertomographie durchgeführt, bei der die Volumenzunahme der gesunden Leberhälfte geprüft wird. Die eigentliche Leberoperation findet dann nach insgesamt 6 Wochen statt.

Habe ich nach einer Leberoperation eine erhebliche Einschränkung meiner Lebensqualität zu befürchten?


Antwort: Nein, nach Leberresektion haben Sie keine wesentliche Einschränkung Ihrer Lebensqualität zu befürchten. Da sich die Leber bezüglich ihres Volumens vollständig regeneriert, ist einer Einschränkung der Leberleistung nicht zu erwarten. Eine spezielle Diät nach leberchirurgischen Eingriffen ist ebenfalls nicht notwendig.



Warum ist eine intensivmedizinische Überwachung nach einem Lebereingriff notwendig?


Antwort: Neben der Überwachung der Herz-Kreislauffunktion und der Atemtätigkeit dient der Intensivaufenthalt der Sicherheit des Patienten, da hier mögliche Komplikationen rasch erkannt und entsprechend sicher beherrscht werden können.

In der frühen Phase nach Entfernung, z. B. des rechten Leberlappens kann es vorkommen, dass die Syntheseleistung der Leber für die körpereigene Blutgerinnung nicht ausreicht. In diesen Fällen ist es notwendig entsprechende Gerinnungsfaktoren zu ersetzten. Darüber hinaus kann es nach Leberoperationen zu einer vorübergehenden Einschränkung der Nierenfunktion mit Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt kommen. Neben der Überwachung der Herz-Kreislauffunktion und der Atemtätigkeit dient der Intensivaufenthalt der Sicherheit des Patienten, da hier mögliche Komplikationen rasch erkannt und entsprechend sicher beherrscht werden können.



Kann ich auch operiert werden, wenn das zu erwartende Restvolumen der verbleibenden Leber unter 25% liegt?


Antwort: Nein, in diesen Fällen ist ohne spezielle Vorbehandlung eine Operation auf Grund des hohen Risikos für die Entwicklung eines postoperativen Leberversagens nicht möglich. Allerdings kann durch eine spezielle Vorbehandlung (so genannte Pfortaderembolisation) die verbleibende Restleber zum Wachstum bereits vor der Operation angeregt werden, so dass nach einer Wachstumszeit von circa 6 Wochen eine Leberoperation trotzdem möglich ist.

Woher weiß der behandelnde Chirurg, dass das verbleibende Restlebergewebe nach der Operation ausreicht?


Antwort: Die gesunde Leber hat eine enorme Funktionsreserve, so dass bei einer gesunden Restleber ein Leberausfall nach Standardeingriffen extrem selten ist. Die Abklärung der zu erwartenden Funktion der Restleber beruht im Wesentlichen auf der vor der Operation durchgeführten Labordiagnostik, der Anamnese (Vorliegen von Lebererkrankungen) und der Schnittbildgebung. So kann es z. B. erforderlich sein, bei Patienten, die eine Lebermetastase in einer vorgeschädigten Leber, z. B. im Rahmen einer Virushepatitis haben, vor Operation eine Leberpunktion zum Ausschluss einer Leberzirrhose durchzuführen. Andererseits kann bei einer zu erwartenden, sehr kleinen Restleber eine so genannte CT-gestützte Volumetrie durchgeführt werden, bei der das zu erwartende Restlebervolumen in Prozent der normal gesunden Leber berechnet werden kann.



Kann auch mehr Lebergewebe entfernt werden, als z. B. der rechte oder linke Leberlappen?


Antwort: Ja, da die rechte Leber etwas größer ist als die linke Leber, beträgt der Volumenverlust nach Entfernung der rechten Teilleber ca. 60%, bei der linken Teilleber entsprechend ca. 40%. Bei einer ausreichenden Größe der linksseitig gelegenen Segmente II, III kann eine so genannte erweiterte Rechtshemihepatektomie, d. h. die Entfernung von Teilen der linken Leber zusammen mit der gesamten rechten Leber durchgeführt werden. Umgekehrt ist eine so genannte erweiterte Linkshemihepatektomie mit Entfernung der gesamten linken Leber mit Teilen der rechten Leber ebenfalls möglich. Bei zentral sitzenden Tumoren kann in bestimmten Fällen sogar eine Entfernung aus der Mitte der Leber d. h. der Segmente IVa, IVb, V und VIII durchgeführt werden.





Medizinische Fachangestellte Chirurgische Lebersprechstunde

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