Sehr selten liegt bei multiplen Leberzysten ein genetisch vererbtes Krankheitsbild, der Formenkreis der polyzystischen Nierenerkrankung (ADPKD) bzw. die isolierte polyzistische Lebererkrankung (PCLD), vor. Auch diesen Patienten mit einer Zystenleber kann durch eine individuell zu planende Operation, in vielen Fällen geholfen werden. Zysten der Gallenwege innerhalb (z.B. Caroli Syndrom) oder außerhalb der Leber (z.B. Choledochuszyste) bedürfen einer gesonderten typgerechten Diagnostik bzw. Therapie.

Meist sind die Zystenerkrankungen der Leber zunächst ohne Anzeichen also „asymptomatisch“. Die Zystenlebererkrankung, die vererbt wird geht aber im Lauf der Erkrankung sehr oft mit einem Druckgefühl im Oberbauch einher, welches belastend sein kann oder aber auch Einschränkungen der Körperfunktionen (Bücken, Schuhe zubinden etc). mit sich bringen kann.

Andere Zysten insbesondere die der Gallenwege können Veränderungen im Blut hervorrufen oder aber eine Sogenannte Gelbsucht, bei der der Ablauf der Galleflüssigkeit aus der Leber gestört ist (sog. mechanischer Ikterus). Die Gelbsucht fällt hier am ehesten durch eine Verfärbung der Augen und der Haut auf.

Regelhaft sollte bei komplizierten Zystenerkrankungen eine Kernspinuntersuchung inklusive einer Darstellung er Gallenwege (sog. MRCP) stattfinden. Ggf. muss diese Untersuchung durch eine erweiterte Magenspiegelung (ERCP) ergänzt werden.

Die Diagnostik ist hochspezialisiert und sollte nach individueller Beratung am besten in unserer Klinik durchgeführt werden.

Die ggf. notwendig chirurgische Behandlung komplizierter Leberzysten umfasst das ganze Spektrum der modernen Leberchirurgie. Es sind stets individuelle Eingriffe, die nur am Einzelfall entschieden werden können. Da diese Erkrankungen sehr selten sind empfiehlt sich immer die Behandlung an einem spezialisierten Leberzentrum.



Grundsätzliche Techniken in der modernen Leberchirurgie haben wir für Sie im Kapitel Operationen zusammengefasst.

Die Nachsorge entspricht zunächst der normalen Diagnostik. Wenn eine Symptombesserung eingetreten ist, werden die Nachsorgeintervalle verlängert. Es handelt sich um gutartige Erkrankungen. Trotzdem ist die Erkrankung durch eine Operation nicht zu heilen. Eine Nachsorge ist daher lebenslang erforderlich.






Medizinische Fachangestellte Chirurgische Lebersprechstunde

+ 49 (0) 761 270 24 44 0
laura.dufner@uniklinik-freiburg.de


Sekretariat Allgemein- und Viszeralchirurgie

Hugstetter Str. 49
79106 Freiburg

+ 49 (0) 761 270 28 07 0

Universitäts-Notfallzentrum

Sir-Hans-A.-Krebs-Straße
79106 Freiburg
Telefon +49 (0) 761 270 333 33
notfallzentrum@uniklinik-freiburg.de




Hauptseite Universitätsklinikum

Webseite Notfallzentrum