Die Echinokokkuszyste wird vom Hunde- bzw. Fuchsbandwurm hervorgerufen. Es handelt sich hierbei um einen Darmparasit der in den genannten Tieren einen Wirt findet. Über den Kontakt zu den Tieren und deren Exkremente kann der Parasit auf den Menschen übertragen werden. Im Südwestdeutschland gibt es beide Arten von Bandwürmern, den Echinokokkus zystikus und den Echinokokkus alveolaris.

Zysten, die durch Bandwürmer hervorgerufen werden sind meist nur durch Zufall zu entdecken und machen erst spät Symptome. Problematisch ist, dass zwischen der Infektion und dem Nachweis meist Jahre vergehen. Der Infektionsweg ist also nicht immer zu klären. Oft führen ein Druckgefühl im Oberbauch oder ein daraufhin durchgeführter Ultraschall zur Diagnose dieser sehr seltenen Erkrankung.

Die durch den Hund- bzw. Fuchsbandwurm hervorgerufenen Zysten beim Menschen sind in Ihrer Form verschieden. Man unterscheidet die zystische von der alveolären Echinokokkose. Die genaue Diagnose ist mitunter schwierig. Bluttests können helfen die Diagnose zu sichern bzw. zwischen den verschiedenen Arten zu unterscheiden.

In modernen Schnittbildgebenden Verfahren wie dem Ultraschall, der Computertomographie und der Kernspintomographie gibt es bestimmte Anzeichen bei nachgewiesenen Zysten, die für eine Infektion mit Echinokokken sprechen können. In diesem Fall empfehlen wir die zusätzliche Durchführung von Bluttests.

Die Behandlung ist immer individuell und stützt sich auf zwei Prinzipen: Die medikamentöse Abtötung der Erreger und die nachfolgende chirurgische Entfernung, meist gefolgt von einer weiteren medikamentösen Therapie um ein Wiederauftreten zu verhindern. Eine alleinige Heilung mit Medikamenten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Da die Krankheit sehr langsam über viele Jahre verläuft handelt es sich praktisch nie um einen medizinischen Notfall. Die Therapie kann also exakt geplant werden. Eine vollständige Entfernung ist insbesondere bei Zysten des Fuchbandwurmes (E. alveolaris) anzuraten.

Da die Reinfektion genauso wie die Erstinfektion Jahre dauern kann ist eine Lebenslange Nachsorge angeraten. Insgesamt ist die Erkrankung aber so selten, dass immer die Anbindung an ein Zentrum angeraten wird. In unserem Fall behandeln wir Sie in Zusammenarbeit mit der Abteilung Infektiologie.






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