Die fokal-noduläre Hyperplasie (FNH) tritt vorwiegend bei Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren auf. Die FNH ist ein seltener gutartiger, knotiger Tumor der Leber. Nach dem Hämangiom ist die fokal-noduläre Hyperplasie der zweithäufigste gutartige Lebertumor. Die zur Entstehung der FNH beitragenden Mechanismen sind bis heute nicht zur Gänze erforscht. Die FNH tritt in 80 - 95 % als einzelner Herd auf. Wie beim Hämangiom scheint ein hormonabhängiges Wachstum (Pille) möglich, sodass bei Vorliegen einer FNH entweder auf alternative Verhütungsmethoden zurückgegriffen kann oder eine regelmäßige Kontrolle der FNH Größe durchgeführt werden sollte. Unter Beobachtung müssen Hormone wie die Pille nicht zwingend abgesetzt werden. Eine Entartung in einen bösartigen Tumor ist nicht beschrieben.

Eine FNH ist in mehr als 90 % der Fälle asymptomatisch. Sie werden daher oft bei Routineuntersuchungen durch den Hausarzt, Frauenarzt, Urologen etc. festgestellt. Bei großen Läsionen können durch die raumfordernde Wirkung Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder eine Gewichtsabnahme vorliegen. Überaus selten kommt es unter Einnahme oraler Kontrazeptiva (Pille) zur Ruptur (Zerreißung) mit nachfolgender Blutung.

Zur Diagnostik der FNH stehen der kontrastmittelgestützte Ultraschall, die Computertomographie (CT) und die Kernspinuntersuchung (MRT) mit Kontrastmittel zur Verfügung. Sehr viel seltener werden eine Szintigraphie bzw. eine Angiographie zur Diagnosesicherung durchgeführt. Durch diese Untersuchungen ist eine exakte Zuordnung bzw. Abgrenzung der FNH in aller Regel möglich. Die wichtige Abgrenzung einer FNH vom Leberadenom (gutartiger Tumor) (siehe Adenom) bzw. vom HCC (bösartiger Tumor) gelingt in einigen Fällen erst durch Gewinnung einer Gewebeprobe aus der Leber, der sogenannten Biopsie in örtlicher Betäubung.

Asymptomatische FNH bedürfen keiner Therapie. Bei Beibehaltung der oralen Kontrazeption sollte regelmäßige eine Verlaufskontrolle durchgeführt werden. Symptomatische Befunde sollten, wenn technisch möglich, chirurgisch entfernt werden.

Eine Entartung in einen bösartigen Tumor wie gesagt ist nicht beschrieben.


Grundsätzliche Techniken in der modernen Leberchirurgie haben wir für Sie im Kapitel Operationen zusammengefasst.

Aus unserer Sicht empfiehlt sich die Nachkontrolle der Größe per Ultraschall (Sonographie). Diese kann regelmäßig durch den Hausarzt oder Gastroenterologen/Hepatologen oder durch uns erfolgen. Die Empfehlung ist aber, dass nach einer zweifelsfreien Diagnose die langfristige Kontrolle nur symptomorierntiert erfolgen sollte. Chirurgische resezierte (entfernte) fokal noduläre Hyperplasien werden wie andere Oberbaucheingriffe nachgesorgt. Ein Wiederauftreten ist extrem selten.






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