Wie der Name erkennen lässt entstehen diese bösartigen Tumore in der Gallenblase. Frauen sind 3-4 mal häufiger betroffen. Risikofaktoren sind das Vorliegen von größeren Polypen (>1cm) der Gallenblase und häufige Entzündungen der Gallenblase mit Ausbildung einer steinharten Gallenblasenwand (Porzellangallenblase). Da Entzündungen der Gallenblase einen Risikofaktor darstellen,, werden routinemäßig alle chirurgisch entfernten Gallenblasen hhinsichtlichlich eines Gallenblasenkarzinoms per Mikroskopie durch einen Pathologen histologisch untersucht. Somit können Frühstadien entdeckt werden.

Fortgeschrittene Befunde können Müdigkeit, Fieber, Nachtschweiß, Unwohlsein, Schmerzen im rechten Oberbauch oder auch eine Gelbfärbung von Haut und Augen als Folge eines Galleaufstaus (Ikterus, Gelbsucht) hervorrufen.

Die Symptome ähneln denen der übrigen Gallengangstumore (LINK CCC)

Die wichtigsten Diagnostischen Hilfsmittel sind die Schnittbildgebung (Computertomographie, Kernspintomographie/Magnetresonanztomographie). Zusätzlich wird regelhaft auch die Darstellung des Gallenwegssystems über eine erweiterte Magenspiegelung mit Röntgenkontrastdarstellung durchgeführt (Endoskopische retrograde Cholangiographie /Pankreatikographie (ERCP)). Mitunter ist heute die Darstellung der Gallenwege im Kernspintomogramm (Magnetresonanzcholangiographie/Pankreatikographie (MRCP)) ausreichend. Die ERCP beitet allerding den Vorteil, dass gleichzeitig eine Behandlung erfolgen kann (siehe unten). Die Diagnostik wird durchBlutuntersuchungen ergänzt. Es existieren sogenannte Tumormarker (z.B. CA 19-9), die im Blut nachgewiesen werden können. Leider zeigen diese aber nicht die genaue Herkunft des Tumors an und sind damit immer nur ein „Baustein“ in der Diagnostik, allein aber nicht beweisend.

Die chirurgische Behandlung des Gallenblasenkarzinoms ist nur im Frühstadium erfolgreich. Hier kommen mitunter neben der Entfernung der Gallenblase auch die Entfernung von Lebergewebe und die Entfernung von Teilen des Gallengangs in Frage. Ziel ist ein möglichst großer Sicherheitsabstand vom Tumor zum gesunden Gewebe.

Lymphgewebe (Lymphknoten) muss zur erfolgreichen Therapie ebenfalls entfernt werden. Zusätzlich werden oft eine Chemotherapie und eine Bestrahlung durchgeführt, da es sich beim Galleblasenkarzinom in den späteren Stadien um einen sehr aggressiven Tumor handelt.

Falls bei Ihnen bei der Diagnose Gallenblasenkarzinom nur die Gallenblase entfernt wurde, sollten Sie sich beraten lassen. Ggf. kann die Prognose durch eine Entfernung von Lebergewebe und Lymphknoten zusätzlich verbessert werden.


Grundsätzliche Techniken in der modernen Leberchirurgie haben wir für Sie im Kapitel Operationen zusammengefasst.

Aufgrund des aggressiven Wachstums ist die Nachsorge engmaschig erforderlich. Sie entspricht aber der oben bereits beschriebenen Diagnostik.






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