Das hepatozelluläre Karzinom (Leberzellkrebs) ist ein bösartiger direkt von der Leber ausgehender Tumor. In aller Regel liegt der Entstehung dieser Tumore eine chronische Leberveränderung (Zirrhose) zugrunde. Diese ist in Europe oft durch übermässigen Alkoholkonsum oder durch eine chronische Leberentzündung (Hepatitis) bedingt. Aus vererbliche Bluterkrankungen (z.B. Hämochromatose, Alpha 1 Antitrypsinmageln, intermittierende Porphyrie ) können das Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom erhöhen. Männer sind bis zu 4 mal häufiger betroffen als Frauen.

In der Regel macht das hepatozelluläre Karzinom (HCC) keinerlei Symptome. Vielmehr sind es die Symptome der Grundkrankheit (Leberzirrhose) die an ein HCC denken lassen. Aus diesem Grund müssen Patienten mit dieser Erkrankung regelmäßig (alle 6 Monate) auf das Vorliegen eines HCCs untersucht werden.

Herde die unter 1 cm im Ultraschall messen können im Ultraschall beobachtet werden. Herde zwischen 1-2 cm bzw über 2 cm sollen durch ein kontrasmittelverstärktes Computertomogramm (CT) oder Kernspintomogramm (MRT) untersucht werden. Sind die Kriterien in diesen Untersuchungen für ein HCC erfüllt und ist eine entsprechende Grundkrankheit nachgewiesen, sind keine weiteren Untersuchungen notwendig. Ansonsten muss eine Gewebsprobenentnahme (Biopsie) in örtlicher Betäubung erfolgen. Für die Verlaufsbeobachtung der Erkrankung steht ein Bluttest für Alpha Fetoprotein (AFP) zur Verfügung, der aber nicht in allen Fällen das Vorhandensein oder Fehlen der Erkrankung korrekt anzeigt.

Die Behandlung eines hepatozellulären Karzinoms erfolgt wegen seiner Herkunft immer durch ein multidisziplinäres Team aus Hepatologen, Radiologen und Chirurgen ggf. Strahlentherapeuten und Nuklearmediziner. In unserer Klinik erfolgt die Therapieplanung daher immer in einer Konferenz.

Die zugrundeliegende Lebererkrankung (Zirrhose) bestimmt die chirurgische Therapie. Eingriffe an der vorgeschädigten Leber bedürfen besonderer Planung. Hierzu sind zusätzliche Untersuchungen wie die Messung der Lebergröße und u.a. eine Magenspiegelung zum Ausschluss eines veränderten Blutflusses im Bereich der Leber (z.B. Ösophagusvarizen) notwendig. Sollte eine chirurgische Entfernung (Resektion) des Befundes nicht möglich sein, kommen sogenannte interventionelle Verfahren zum Einsatz. Diese in örtlicher Betäubung durchgeführten Behandlungen unterbinden vereinfacht dargestellt die Blutzufuhr zu den Tumoren zum Beispiel per Katheter. Auch die lokale Behandlung durch Hitze (Verkochung, Radiofrequenzablation, Mikrowellenablation) kommen zum Einsatz. Nachteil dieser Verfahrens ist, dass eine totale Tumorentfernung wie bei der Operation nicht stattfindet, sondern eine Gewebszerstörung vor Ort.

Das hepatozelluläre Karzinom ist praktisch der einzige Tumor der Leber für den eine Transplantation der Leber (Verpflanzung, Lebertransplatation) durchgeführt werden kann. Die Voraussetzungen hierfür sind strengen Regeln unterworfen, deren Erfüllung bei allen Patienten überprüft wird. Die Transplantation hat den Vorteil, dass es mitunter gelingt den Tumor und die zugrundeliegende Lebererkrankung gemeinsam zu behandeln.


Grundsätzliche Techniken in der modernen Leberchirurgie haben wir für Sie im Kapitel Operationen zusammengefasst.

Die Nachsorge beim HCC ist von besonderer Wichtigkeit. Da die zugrundeliegende Erkrankung in vielen Fällen nicht heilbar ist, muss besonderen Wert auf die Nachsorge gelegt werden. Sie entspricht aber im Wesentlichen den 6 monatigen Vorsorgeuntersuchungen aller Patienten die an einer Zirrhose leiden. Die langfristige Betreuung unserer Patienten mit HCC findet daher über eine gesonderte Spezialsprechstunde (HCC Ambulanz ) statt, die von den Kollegen der Abteilung Hepatologie der Medizinischen Klinik II betreut wird.






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