Der Klatskintumor ist eine Sonderform des Gallengangskarzinoms (siehe Cholangiokarzinom). Der Tumor betrifft per Definition die Gallengangsgabel und kann trotz seiner zentralen Lage unter bestimmten Voraussetzungen chirurgisch entfernt werden.

Klatskintumore fallen in der Regel wie andere Gallengangskarzinome mit einer Behinderung des Galleabflusses auf, der beim Patienten zur Gelbsucht (Ikterus) führt. Gleichzeitig kann Juckreiz entstehen. Der Urin verfärbt sich dunkel und der Stuhlgang hell. Zeitgleich können Zeichen einer Infektion der Galleflüssigkeit (Cholangitis) wie Fieber und Schüttelfrost auftreten. Schmerzen und Gewichtsverlust sind ebenfalls häufig.

Die wichtigsten Diagnostischen Hilfsmittel sind die Schnittbildgebung (Computertomographie, Kernspintomographie/Magnetresonanztomographie). Zusätzlich wird regelhaft auch die Darstellung des Gallenwegssystems über eine erweiterte Magenspiegelung durchgeführt (Endoskopische retrograde Cholangiographie /Pankreatikographie (ERCP)). Mitunter ist heute die Darstellung der Gallenwege im Kernspintomogramm (Magnetresonanzcholangiographie / Pankreatikographie (MRCP)) ausreichend. Die ERCP bietet allerdings den Vorteil, dass gleichzeitig eine Behandlung erfolgen kann (siehe unten). Die Diagnostik wird durch Blutuntersuchungen ergänzt. Es existieren sogenannte Tumormarker (z.B. CA 19-9), die im Blut nachgewiesen werden können. Leider zeigen diese aber nicht die genaue Herkunft des Tumors an und sind damit immer nur ein „Baustein“ in der Diagnostik, allein aber nicht beweisend.

Der Klatskintumor nimmt in der Leberchirurgie eine besondere Rolle ein. Er ist nach Das liegt daran, dass die Gallengangsgabel genau in der Mitte der Leber liegt. Um diese erfolgreich zu entfernen ist eine ausgedehnte Leberresektion die beste Methode. Der verbleibende Anteil der Leber wird per Naht wieder mit dem Darm verbunden, um den Galleabfluss zu gewährleisten. Für diese Operation sind besondere Vorbehandlungen notwendig, die die verbleibende Leber wachsen lassen (Pfortaderembolisation). So kann ein Versagen der Leberfunktion nach der Operation vermieden werden.


Grundsätzliche Techniken in der modernen Leberchirurgie insbesondere bei zentralen Gallengangstumoren wie dem Klatskintumor (erweiterte Hemihepatektomie rechts) haben wir für Sie im Kapitel Operationen zusammengefasst.

Da es sind beim Klatskintumor um einen bösartigen Tumor handelt, sind engmaschige Nachkontrollen unerlässlich. Die Nachkontrollen entsprechen im Wesentlichen der Diagnostik vor der Behandlung (siehe oben Diagnostik).






Medizinische Fachangestellte Chirurgische Lebersprechstunde

+ 49 (0) 761 270 24 44 0
laura.dufner@uniklinik-freiburg.de


Sekretariat Allgemein- und Viszeralchirurgie

Hugstetter Str. 49
79106 Freiburg

+ 49 (0) 761 270 28 07 0

Universitäts-Notfallzentrum

Sir-Hans-A.-Krebs-Straße
79106 Freiburg
Telefon +49 (0) 761 270 333 33
notfallzentrum@uniklinik-freiburg.de




Hauptseite Universitätsklinikum

Webseite Notfallzentrum