Metastasen in der Leber sind Tochtergeschwulste bösartiger Tumore. Der sogenannte Ausgangstumor (Primärtumor) kann dabei an verschiedenen Stellen im Körper entstanden sein. Unklare Leberrundherde können daher prinzipiell auch immer Ausdruck eines bislang noch nicht entdeckten Tumors anderswo im Körper sein. Am häufigsten kommen Lebermetastasen vor, die Ihren Ursprung im Magen Darm Trakt insbesondere aber im Dickdarm haben.

Lebermetastasen sind in der Regel symptomlos. Sie werden im Rahmen der Diagnostik bei bösartigen Erkrankungen (Staginguntersuchung) entdeckt oder per Zufall durch z.B. einen Ultraschall. In vielen Fällen sind die Symptom auch durch den Ausgangstumor bestimmt.

Die Diagnostik basiert auf der Ultraschalluntersuchung und sollte heute beim leisesten Verdacht auf eine bösartige Herkunft immer per Schnittbildgebung (d.h. Computertomographie oder Kernspintomographie) abgeklärt werden. Wenn ein Ausgangstumor noch nicht bekannt ist muss eine Gewebsuntersuchung per Biopsie in örtlicher Betäubung vorgenommen werden. Aufgrund der Häufigkeit von Metastasen aus dem Magen Darm Trakt sollte in den meisten Fällen eine Magen- und Darm-Spiegelung erfolgen.

Die Behandlung von Lebermetastasen orientiert sich an drei Dingen: 1. Die Herkunft der Metastase (onkologisch) 2. Die technische Durchführbarkeit der Operation, d.h. bleiben lebenswichtige anatomische Strukturen intakt (technisch) und 3. Ist die Restleber von ihrer Funktion her ausreichend (funktionell). Prinzipell stehen in der Metastasenchirurgie alle technischen Möglichkeiten zur Verfügung wie in der übrigen Leberchirurgie auch. Zusätzlich kommen regelhaft auch noch Methoden zur Verkochung (Ablation, Mikrowellenablation) zum Einsatz.


Grundsätzliche Techniken in der modernen Leberchirurgie haben wir für Sie im Kapitel Operationen zusammengefasst.

Die Nachsorge bei Metastasen ist von besonderer Wichtigkeit. Da die zugrundeliegende Erkrankung ja bereits Tochtergeschwulste in der Leber gebildet hat müssen ggf. auch andere Körperregionen mit untersucht werden. Die individuelle Nachsorge und ggf. auch Nachsorgende medikamentöse Therapie (Adjuvante Chemotherapie) wird im Rahmen von interdisziplinären Tumorboardbesprechungen am Freiburger Tumorzentrum ZGT durchgeführt. Wir halten die Nachsorge bei bösartigen Erkrankungen für einen sehr wichtigen Teil der Therapie, weshalb für den Chirurgen die Behandlung mir der Operation nicht abgeschlossen ist und Ihr Operateur Sie ggf. persönlich weiterbetreut.






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