Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume mit Zellauskleidung, die oberflächlich oder in der Tiefe, einzeln oder multipel in der Leber vorkommen können. Die Häufigkeit von Leberzysten wird aktuell in der Literatur mit bis zu 20 % in der Bevölkerung angegeben. Durch den zunehmend routinemäßigen Einsatz des Ultraschalls und durch die Weiterentwicklung der Ultraschallgeräte werden viele Leberzysten bereits durch einen niedergelassenen Kollegen diagnostiziert. Oft werden Leberzysten auch als Nebenbefund im Rahmen einer Computertomographie (CT) bzw. einer Kernspinuntersuchung (MRT) festgestellt.

Unabhängig von der Größe bzw. der Anzahl der Zysten besteht nur dann die Empfehlung zur chirurgischen Therapie, wenn Symptome durch die Leberzysten hervorgerufen werden. Beschwerden treten meist bei sehr großen Leberzysten oder bei Einblutungen bzw. Infektionen auf. Typischerweise liegen dann ein Druckgefühl im Bereich der Zyste und/oder Probleme bei der Nahrungsaufnahme vor.

Zu Ihrer Sicherheit empfehlen wir nach der Erstdiagnose von Leberzysten per Ultraschall eine einmalige Schnittbildgebung. Die kann im Rahmen einer Kernspinuntersuchung (MRT) oder auch im Rahmen einer Computertomographie erfolgen. Wenn ein zweites Bildgebendes Verfahren die gleiche Diagnose einer Leberzyste ergibt, ist eine Kontrolle im Verlauf per Ultraschall in der Regel ausreichen.

Im Rahmen der stets minimal invasiven Operation werden eine oder mehrere Leberzysten eröffnet, deren Wand entfernt und mit einer so genannten „Netzplombe“ (körpereigenes Fettgewebe innerhalb des Bauchraumes) ausgefüllt, um ein Wiederkehren der Zyste zu verhindern. Der risikoarme Eingriff ist mit einem wenige Tage dauernden stationären Aufenthalt verbunden.

Da nach der erfolgreichen Entfernung von Zysten, sich ggf. andere Hohlräume mit Flüssigkeit füllen können, sollte eine Nachkontrolle per Ultraschall erfolgen. Eine Schnittbildgebung ist nur bei erneuten Symptomen notwendig. Ein Entartungsrisiko besteht nicht. Die Entfernte Zystenwand wird aber zur Sicherheit nach der Operation unter dem Mikroskop untersucht (sog. histopathologische Untersuchung).






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