Die Operation ist die Chance auf Heilung

Wer entscheidet, ob ich operiert werden kann ?


Am Leberzentrum des Universitätsklinikums Freiburg wird das gesamte Spektrum der Leberchirurgie angeboten, sodass auch Befunde, die auswärts als „inoperabel“ galten, durch einen oder mehrere Eingriffe mitunter therapiert werden können. Dabei kombinieren wir Resektionen (chirurgische Entfernung) wenn nötig mit ablativen Verfahren wie der Mikrowellenablation.


In jedem Fall planen wir die Therapie in enger Absprache mit der Tumorkonferenz des Tumorzentrums Freiburg CCCF. In manchen Fällen kann der des Tumors mittels Chemotherapie zur Verkleinerung gebracht werden und somit eine chirurgische Entfernung möglich werden. In anderen Fällen ist eine Vorbehandlung der verbleibenden Leber notwendig.

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Moderne Operationstechniken

Lebereingriffe werden sowohl in konventioneller (mit Schnitt) als auch minimalinvasiver Technik („durch das Schlüsselloch“)durchgeführt. Nicht alle Eingriffe können in minimalinvasiver Technik durchgeführt werden. Am Universitätsklinikum Freiburg werden im Zuge konventioneller Operationen ein „Ultraschallskalpell“, bei minimalinvasiven Eingriffen verschiedene Versiegelungs- und Klammernahtgeräte eingesetzt. Intraoperativ setzten wir an unserem Leberzentrum eine Mikrowellensonde zur Ablation ein, welche über ein spezielles intraoperatives Ultraschallgerät in 2D Technik platziert wird.

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Welcher Leberteil wird entfernt ?

Anhand der Einteilung der Leber in acht Segmente werden auch die sich daran orientierenden Operationen benannt. Eine Entfernung von 4 zusammenhängenden Segmenten wird als Hemihepatektomie (rechts bzw. links) bezeichnet. Werden 6 Segmente entfernt spricht man von einer erweiterten Hemihepatektomie, die sowohl von rechts als auch von links durchgeführt werden kann. Bei 2 zusammenhängenden Segmenten spricht man von einer Bisegmentektomie. Diese wird am häufigsten im Sinne einer Entfernung der Segmente 2/3 durchgeführt.


Wird weniger als 1 anatomisch definiertes Segment entfernt spricht man von einer atypischen Resektion, andernfalls von einer anatomischen Resektion. Atypische Resektionen können sich über mehrere Segmente erstrecken und sind insbesondere bei zentraler Lage technisch mindestens so aufwändig wie die Entfernung einer ganzen Leberseite (Hemihepatektomie).


Atypische Resektionen werden je nach vorliegendem Befund mit weiteren atypischen Resektionen, einer Bisegmentektomie oder einer Hemihepatektomie kombiniert.

In komplexen Fällen ist die Leber nur in zwei, im Abstand von mindestens 4-6 Wochen stattfindenden Operationen, komplett vom Tumor zu befreien.

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Schlüssellochchirurgie: Passt die Leber durch ein Schlüsselloch?

Wie Sie sicher gehört haben, führen wir an unserer Klinik auch laparoskopische Leberresektionen durch. Diese sogenannten Schlüssellochoperationen eignen sich für bestimmte Befunde. Sie beinhaltet die selbe Technik der Leberdurchtrennung wie bei einem „offenen“ Verfahren, nur eben mit Hilfe einer Kamera und hoch speziellen Instrumenten (siehe Abbildungen) durch das Schlüsselloch. Tatsächlich muss am Schluss ein „Schnitt“ gemacht werden, der die Entfernung des Präparates, d.h. der erkrankten Leber zulässt. Dieser Schnitt kann dann an kosmetisch günstiger Stelle gewählt werden.

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Das Schicksal der verbleibenden Leber: Der Prometheus Effekt

Auf Grund der einmaligen Eigenschaft der Leber, nach einer Operation wieder auf die normale Größe heran zu wachsen (Prometheus Effekt), können in einer bzw. 2 Operationen bei gesunden Patienten bis zu 75 % der Leber entfernt werden. Sollte eine Chemotherapie vorangegangen oder die Leber durch andere Umstände (Zirrhose, Fettleber) bereits vorgeschädigt sein, reduziert sich der ohne Risiko zu resezierende Leberanteil auf 65 bzw. 50 % des Normvolumens. Um bei großen Leberoperationen das Risiko eines Leberversagens sicher zu verhindern, ermitteln wir an Hand ihrer Körperoberfläche das individuelle Lebernormvolumen und können so mit Hilfe der angefertigten Schnittbilder die relative Größe der verbleibenden Leber berechnen. Sollte der errechnete Anteil zunächst zu gering ausfallen, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, um die verbleibende Leber zum Wachstum anzuregen.

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Medizinische Fachangestellte Chirurgische Lebersprechstunde

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